Johannes Ziehmann zum 90. Geburtstag

 

Am 26. Februar feiert der ehemalige Heimatkreisvertreter von Rosenberg, Johannes Ziehmann, seinen 90. Geburtstag – trotz dieses stolzen Alters hat er das Engagement für seine Heimat aber bis heute uneingeschränkt fortgesetzt. – Er wurde 1930 in Rosenau (Landgemeinde Rosenberg) geboren, besuchte dortselbst zunächst ab 1936 die einklassige Volksschule und sodann von 1937 bis 1940 die Volksschule in Wachsmuth. Die anschließende Oberschulzeit in Riesenburg wurde Anfang 1945 jäh unterbrochen und fand dann nach der Flucht mit dem Treck des Dorfes Wachsmuth über Danzig nach Niedersachsen 1949 mit dem am Johanneum abgelegten Abitur in Lüneburg ihren Abschluss.

 

Nach dem Besuch der Pädagogischen Hochschule und dem Absolvieren der 1. und 2. Lehrerprüfung (1955) heiratete Johannes Ziehmann und konnte sich binnen weniger Jahre über die Geburt seiner fünf Kinder freuen. 1962 zum Schulleiter der Volksschule in Steinbeck berufen, wurde er sechs Jahre später Rektor der Mittelpunktschule in Bispingen, die er bis kurz vor der Versetzung in den Ruhestand (1992) leitete. – Dieses Jahr markiert zugleich den Beginn der intensiven ehrenamtlichen Tätigkeiten für den Heimatkreis Rosenberg. Johannes Ziehmann wurde Mitglied des Rosenberger Kreistages und nach zwei Jahren übernahm er (bis 2002) zum ersten Mal das Amt des Heimatkreisvertreters. Da dessen Aufgaben danach nur kommissarisch ausgeführt wurden, ließ er sich 2010 neuerlich in die Pflicht nehmen und wirkte für zwei weitere Jahre als Heimatkreisvertreter, bis er in Werner Baschek 2012 einen verlässlichen Nachfolger gefunden hatte. In diesem Jahr wurde er zugleich einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt und steht, wie eingangs gesagt, dem Vorstand und allen Mitgliedern auch weiterhin mit seinen vielfältigen Erfahrungen und seinem umfangreiches Wissen zu Seite.

 

Vor allem in seiner ersten Amtszeit entfaltete Johannes Ziehmann viele erfolgreiche Aktivitäten. Er organisierte Kreistreffen in Halle und in Gütersloh, unternahm etliche Reisen in die alte Heimat und kümmerte sich um enge Verbindungen zu den Mitgliedern der deutschen Minderheit in Deutsch Eylau. Überdies fand er einen außerordentlich freundschaftlichen Kontakt zum damaligen Bürgermeister der Stadt und förderte auch die Instandsetzung des alten Rathauses von Deutsch Eylau. Einen Höhepunkt seines Wirkens war gewiss das erste Treffen der Rosenberger in der alten Heimat, zu dem im Jahre 2000 mehr als 200 Teilnehmer zusammenkamen.

 

Die Persönlichkeit des Jubilars wäre nur allzu lückenhaft skizziert, wenn nicht auch noch seine körperliche Tüchtigkeit und seine musische Begabung Erwähnung fänden. Zum einen hat Johannes Ziehmann bis ins hohe Alter wiederholt das Sportabzeichen in Gold erworben; zum anderen leitete er von 1953 bis 2004 viele verschiedene Chöre – und noch heute berichten ältere Westpreußinnen und Westpreußen davon, dass er mit seinen musikalischen Fähigkeiten und seiner breiten Kenntnis des Liedguts die Abende von Bundestreffen und Westpreußen-Tagen bereichert hat.

 

Die Landsmannschaft Westpreußen zeichnete Johannes Ziehmann zunächst mit der Westpreußen-Spange in Gold aus, und beim Kreistreffen 2013 in Halle wurde sein unermüdlicher Einsatz für den Heimatkreis und die Landsmannschaft Westpreußen mit der Westpreußen- Medaille gewürdigt.

 

Glückwünsch erreichen den Jubilar zum 26. Februar im Rudolf-Wienecke-Weg 5 in 29646 Bispingen. Sieben Tagen zuvor, zum 19. Februar, besteht überdies schon die Möglichkeit, ihm und seiner Frau Grete zur Eisernen Hochzeit zu gratulieren.

 

DW-LN